|
Nach dem Vorbild des Projektes „Schüler schreiben Geschichte“ (das Ergebnis war das Buch „Geteilte Erinnerungen“), sollte aus den Ergebnissen dieses Projektes ebenfalls ein Buch entstehen.
Im Projekt wurde der Frage nach der Wirkung / der Wirkungsgeschichte der nationalsozialistischen ebenso wie der sozialistischen Erziehung nachgegangen.
Hauptziel des Projektes war es, Methoden und Folgewirkungen der Gleichschaltung in den Kinder- und Jugendorganisationen der beiden deutschen Diktaturen zu untersuchen.
Die erzählte Geschichte (oral history), als eine wichtige Geschichtsquelle, bildete den Hauptinhalt.
In diesem generationenübergreifenden Projekt sollten (Ur-)Großeltern wie Eltern befragt werden.
Mit ihnen führten die beteiligten Schüler/innen Interviews.
Es sollten sich möglichst solche Schüler/innen finden, deren Eltern/Großeltern für ein Interview bereit sind.
Zur Durchführung:
Die im Projekt beteiligten Jugendlichen befragten ihre Mutter/Vater, Großmutter/Großvater bzw. Urgroßmutter/Urgroßvater nach ihren Erinnerungen in der Hitlerjugend bzw. bei den Pionieren. An ganz konkreten und damit authentischen Beispielen konnten Parallelen und Unterschiede zwischen Hitlerjugend und Pionierorganisation heraus gearbeitet und anschließend von den beteiligten Jugendlichen bewertet werden.
Um die erzählten Geschichten und Fakten richtig einordnen zu können, wurden die Jugendlichen vor den Interviews im Schulmuseum mit historischen Hintergründen der beiden Systeme bekannt gemacht. Zur Vorbereitung wurden die Ausstellungen „Schule unterm Hakenkreuz“ und „Fremde und Gleiche in der DDR-Schule“ genutzt. Zudem fanden Workshops statt.
Ergänzend forschten die Jugendlichen nach entsprechenden Bildern und Materialien für die Dokumentation.
Zur Durchführung der Interviews - spezielle Fragetechnik und Methoden der Interviewführung – wurden die Schüler/innen im Schulmuseum vorbereitet.
Ergebnis / Anwendung:
Aus den Interviews entstand ein Buch. Dieses soll an Schulen in Leipzig und Region verteilt und als ergänzendes Schulbuch z.B. für die Fächer Geschichte, Ethik, Sozialkunde /Gemeinschaftskunde etc. empfohlen werden.
Geplanter Zeitraum für die Arbeit der Schüler/innen war vom 01.09.2007 bis zum 31.12.2007
Sept. Workshop: Historische Hintergründe / NS-Kinder- und Jugendorganisationen
Workshop: Historische Hintergründe / DDR- Kinder –und Jugendorganisation
Okt. Workshops: Erarbeitung relevanter Themen zum Projektthema
Workshops: Interviewtechnik und Aufstellung von Interviewpartnern
Nov. Führen der Interviews mit Zeitzeugen (individuelle Begleitung durch Schulmuseum)
Verschriftlichen der Ton- oder Filmaufnahmen
Recherchen nach Bild- und Dokumentationsmaterial
Dez. Überarbeitung der Texte und Zusammenstellung/ Auswahl für das Buch
Jan. 2008: Buchpremiere im Schulmuseum
Projektleitung: Leona Bielitz (Schulmuseum)
Fachliche Beratung: Elke Urban (Leiterin Schulmuseum
Wissenschaftlicher Beirat des Schulmuseums
|