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09/10/09

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Kinder in Uniform

„Kinder in Uniform - Großeltern in der Hitlerjugend / Eltern bei den Pionieren“

Nach dem Vorbild des Projektes „Schüler schreiben Geschichte“ (das Ergebnis war das Buch „Geteilte Erinnerungen“), sollte aus den Ergebnissen dieses Projektes ebenfalls ein Buch entstehen.

Im Projekt wurde der Frage nach der Wirkung / der Wirkungsgeschichte der nationalsozialistischen ebenso wie der sozialistischen Erziehung nachgegangen.

Hauptziel des Projektes war es, Methoden und Folgewirkungen der Gleichschaltung in den Kinder- und Jugendorganisationen der beiden deutschen Diktaturen zu untersuchen.

Die erzählte Geschichte (oral history), als eine wichtige Geschichtsquelle, bildete den Hauptinhalt.

In diesem generationenübergreifenden Projekt sollten (Ur-)Großeltern wie Eltern befragt werden.

Mit ihnen führten die beteiligten Schüler/innen Interviews.

Es sollten sich möglichst solche Schüler/innen finden, deren Eltern/Großeltern für ein Interview bereit sind.

Zur Durchführung:

Die im Projekt beteiligten Jugendlichen befragten ihre Mutter/Vater, Großmutter/Großvater bzw. Urgroßmutter/Urgroßvater nach ihren Erinnerungen in der Hitlerjugend bzw. bei den Pionieren. An ganz konkreten und damit authentischen Beispielen konnten Parallelen und Unterschiede zwischen Hitlerjugend und Pionierorganisation heraus gearbeitet und anschließend von den beteiligten Jugendlichen bewertet werden.

Um die erzählten Geschichten und Fakten richtig einordnen zu können, wurden die Jugendlichen vor den Interviews im Schulmuseum mit historischen Hintergründen der beiden Systeme bekannt gemacht. Zur Vorbereitung wurden die Ausstellungen „Schule unterm Hakenkreuz“ und „Fremde und Gleiche in der DDR-Schule“ genutzt. Zudem fanden Workshops statt.

Ergänzend forschten die Jugendlichen nach entsprechenden Bildern und Materialien für die Dokumentation.

Zur Durchführung der Interviews - spezielle Fragetechnik und Methoden der Interviewführung – wurden die Schüler/innen im Schulmuseum vorbereitet.

Ergebnis / Anwendung:

Aus den Interviews entstand ein Buch. Dieses soll an Schulen in Leipzig und Region verteilt und als ergänzendes Schulbuch z.B. für die Fächer Geschichte, Ethik, Sozialkunde /Gemeinschaftskunde etc. empfohlen werden.

Geplanter Zeitraum für die Arbeit der Schüler/innen war vom 01.09.2007 bis zum 31.12.2007 

Sept. Workshop: Historische Hintergründe / NS-Kinder- und Jugendorganisationen

Workshop: Historische Hintergründe / DDR- Kinder –und Jugendorganisation

Okt. Workshops: Erarbeitung relevanter Themen zum Projektthema

Workshops: Interviewtechnik und Aufstellung von Interviewpartnern

Nov. Führen der Interviews mit Zeitzeugen (individuelle Begleitung durch Schulmuseum)

Verschriftlichen der Ton- oder Filmaufnahmen

Recherchen nach Bild- und Dokumentationsmaterial

Dez. Überarbeitung der Texte und Zusammenstellung/ Auswahl für das Buch

Jan. 2008: Buchpremiere im Schulmuseum

Projektleitung:          Leona Bielitz (Schulmuseum)

Fachliche Beratung:  Elke Urban (Leiterin Schulmuseum

                               Wissenschaftlicher Beirat des Schulmuseums

Beteiligte Schüler am Projekt:

Schüler des Max-Klinger-Gymnasium:

Alisa Weber, Corinna Ratzmann, Daniel Voigt, Florian Lüdtke, Johanna Jahn, Julia Andrus, Juliane Estrada, Kristin Pein, Kristin Seidel, Linda Jonczyk, Marcel Marohn, Maximilian Horst, Philipp Gebel, Robert Rößling, Victoria Lange, Wei Zhang

Schüler aus Thomasschule / Gym.

Richard Minkus, Maximilian Fischer, Lydia Kröger, Hendryk Winkler, Anne Rau, Pia Herrenz, Alexander Möller, Philipp Rensch, Odila Schröder

Katharina Heinz, Friederike Sack (Immanuel-Kant-Gym.)

Martha und Johanna Wildenauer (Evang. Schulzentrum)

Gundula Pretzsch /Studentin