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Die Leipziger Meuten - Jugendopposition 1933 - 1945
/Pressespiegel/
 

Fremde und Gleiche

Eine Besonderheit der DDR-Schule war ihre Politisierung. Die Beschäftigung mit fremden Kulturen war abstrakt und selektiv. Internationale Solidarität und Freundschaft galt nur den Gleichen. „Fremde“ waren Ausländer, aber auch politisch „Andere“, der Christ oder einfach nur der, der sich anders verhielt.
In Zusammenarbeit mit dem Schulmuseum-Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig entwickelte der ägyptische Politologe Dr. Omar Kamil diese Ausstellung.
Schon bei der schwierigen Suche nach Zeitzeugen wurde eines deutlich: Die DDR wollte Gastarbeiter im Land haben, aber keine ausländischen Kinder. Das in der DDR-Schule oft gesungene Weltjugendlied vereinte nur die Gleichen, indem es heißt: „Uns vereint gleicher Sinn, gleicher Mut.“ Die Fremden hatten sich anzupassen oder blieben Außenseiter. Selbst die viel beschworene Völkerfreundschaft zur Sowjetunion wurde zum inszenierten Ritual. Nur wenige lebten diese Freundschaft.