Optimiert für
Internet Explorer

 Die Carlebachschule

Carlebach-Schule Zeugnis

Abb.: Eingang der Carlebachschule. Ansicht von 1934

 Die jüdische Volksschule und Höhere Israelitische Schule in der Gustav-Adolf-Straße 7 in Leipzig ist benannt nach dem Leipziger Gemeinderabbiner und Gründer Dr. Phil. Ephraim Carlebach, der die Schule von 1912-1933 leitete. Die Carlebachschule bestand von 1912 - 1942. Sie war die einzige jüdische Schule unserer Stadt.

Im Gebäude der Carlebachschule befindet sich heute die zentrale Blindenbibliothek. Eine Gedenktafel erinnert heute an sie.

Seit 1948 befindet sich in diesem Gebäude in der Gustav-Adolf-Str. 7 die Deutsche Zentralbibliothek für Blinde. Eine Gedenktafel erinnert heute an die Carlebachschule.

 

Als erste jüdische Schule in Sachsen nahm die Schule am 16. April 1912 als eine zehnklassige private höhere israelitische Bürgerschule den Unterricht auf.

Am 25. Juni 1913 bezogen die Schülerinnen und Schüler jüdischer Herkunft die von Dr. Ephraim Carlebach erworbenen Räumlichkeiten des Hauses Gustav-Adolf-Str. 7., welches seitdem als die „Höhere Israelitische Schule“ bekannt ist. Wiederum ein Jahr später gründete sich der Israelitische Schulverein e.V., um „die hierorts bestehende israelitische Schule zu erhalten und sie ideell und materiell zu fördern.“ (Barbara Kowalzik, „Das jüdische Schulwerk in Leipzig 1912 – 1933“, Köln; Weimar; Wien: Böhlau Verlag 2002) 

.

Die Bürger-, Real- und Volksschule konnte mit beachtlichen Schülerzahlen aufweisen. Im Jahr 1922 besuchten sie 657 Schülerinnen und Schüler.

 

  

 

Bauzeichnung der Schule

  heutiges Gebäude in der Gustav-Adolf-Str. 7

 

Nicht nur an die Geschichte dieser Schule, als die einzige jüdische Schule unserer Stadt, möchte diese Ausstellung erinnern, sondern auch einige Besonderheiten des israelitischen Schulwesens aufzeigen. 

 

Die Ausstellung versteht sich als wichtige Ergänzung zur Geschichte des Leipziger Schulwesens vor 1933.

Wenige Fotos, einzelne Schulgeschichten, einige Schülerbiographien stehen als Beispiele für viele andere, die noch zu erforschen sind.

 

Die Ausstellung soll anregen zu:

  • forschendem und entdeckendem Lernen durch Fotos, Schulgeschichten, Filmen Gesprächen mit Zeitzeugen
  • (Interviews mit ehemaligen Schüler/innen)
  • Archivarbeit mit jüdischen Familiendateien
  • Recherche zu Biographien einzelner Lehrer/innen und Schüler/innen

Belobigung_klein 

Belobigung